Vollkorngetreide
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Vollkorngetreide

Gerade der Fakt, dass Vollkorngetreide bis auf Kalzium, Vitamin C, Folat und die Alpha-Linolensäure alle essenziellen Nährstoffe in überwiegender Menge enthält und sehr lange lagerfähig ist, macht die Notwendigkeit des täglichen Verzehrs deutlich.Durch Keimung lässt sich sogar der Vitamin C-, Folat-, Vitamin E- und Beta-Carotin-Gehalt vervielfältigenund die biologische Wertigkeit des Getreideproteins durch die Anreicherung der Aminosäure Lysin deutlich steigern.3

Neben diesen Fakten gibt es mittlerweile zahlreiche Studien, die eine Reihe von potenziellen gesundheitlichen Vorteilen durch den Verzehr von Vollkorngetreide aufzeigen. So kommt eine Metaanalyse von 64 Publikationen zu dem Schluss, dass der Konsum von Vollkorngetreide auf täglicher Basis im Zusammenhang mit einem reduzierten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einigen kanzerogenen Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Diabetes Mellitus Typ II und einer insgesamt reduzierten Gesamtsterblichkeitsrate steht.Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass sowohl die Accademy of Nutrition and Dietetics (AND)5, die American Heart Association (AHA)6, die British Dietetic Association (BDA)als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)das präventive Potenzial im Hinblick auf ernährungs(mit)bedingte Erkrankungen erkennen und den Verzehr von Vollkornprodukten empfehlen. Die große und bis heute andauernde Global Burden of Disease Study (GBD) bestätigt ebenfalls die Bedeutung des täglichen Konsums von Vollkorngetreide für eine erfolgreiche Krankheitsprävention.9, 10 So kommt die Studie unter anderem zu dem Schluss, dass ein zu geringer Verzehr an Vollkorngetreide die vierthäufigste Ursache für frühzeitige Mortalität (Sterblichkeitsrate) und Invalidität darstellt.11 Auch der Expert Report des World Cancer Research Fund International (WCRF) empfiehlt abschließend mit dem American Institute for Cancer Research (AICR) eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit relativ unverarbeitetem Getreide und/oder Hülsenfrüchten zu jeder Mahlzeit.12

Die Experten und Untersuchungen auf diesem Gebiet sind sich also einig, dass Vollkorngetreide mehrmals täglich konsumiert werden sollte.

Die Gruppe der Vollkorngetreidesorten ist groß. Zu ihnen gehören unter anderem Weizen und seine Ursprungsformen Dinkel, Einkorn, Emmer und Kamut. Ebenso zählen Roggen, Gerste, Hafer und die glutenfreien Pseudogetreiden Amaranth, Hirse, Quinoa oder auch Teff dazu. Der Verzehr erstreckt sich über Brot, ganze gekochte Körner, Bratlinge, Brei, Flocken […] bis hin zu Pasta.13



Quellen:

1Von Körber K, Leitzmann C, Männle M (2006): Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung. 11. Auflage. Stuttgart: Karl F. Haug Verlag, 239*

2Yang F., Basu T.K. & Ooraikul B. (2001): Studies on germination conditions and antioxidant contents of wheat grain. Int J Food Sci Nutr, 52(4), 319-330

3Wrangham R. (2009): Feuer Fangen – Wie uns das Kochen zum Menschen machte – eine neue Theorie der menschlichen Evolution. München: Deutsche Verlags-Anstalt, 13f.

4Aune D., Keum N., Giovannucci E., Fadnes L.T., Boffetta P., Greenwood D.C., Tonstad S., Vatten L.J., Riboli E. & Norat T. (2016): Whole grain consumption and risk of cardiovascular disease, cancer, and all cause and cause specific mortality: systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies. BMJ, 353, i2716

5Dahl W.J., & Stewart M.L. (2015): Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Health Implications of Dietary Fiber. J Acad Nutr Diet. 115(11), 1861-1870

6American Heart Association. (2016): Eat 3 or More Whole-Grain Foods Every Day. Zugriff am 21. Oktober 2018. Verfügbar unter http://bit.ly/2ECFAFS

7British Dietetic Association. (2016): Fact Sheet – Whole Grains. Zugriff am 21. Oktober 2018. Verfügbar unter http://bit.ly/1pvL1cE

8Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). (2011). DGE-Position – Richtwerte für die Energiezufuhr aus Kohlenhydraten und Fett. Zugriff am 21. Oktober 2018. Verfügbar unter https://bit.ly/2pEgap4

9Institute for Health Metrics and Evaluation. (2011): GBD Profile: Germany. Zugriff am 21. Oktober 2018. Verfügbar unter https://bit.ly/2FbFIjF

10Ebd.

11Lim S.S., Vos T., Flaxman A.D., Danaei G., Adair-Rohani H. et al. (2012): A comparative risk assessment of burden of disease and injury attributable to 67 risk factors and risk factor clusters in 21 regions, 1990-2010: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2010. Lancet, 380(9859), 2224-2260

12World Cancer Research Fund/ American Institute for Cancer Research. (2018): Diet, Nutrition, Physical Activity, and the Prevention of Cancer: a Global Perspective. Continuous Update Project Expert Report 2018

13Rittenau N. (2018): Vegan-Klischee ade! Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung. 1. Auflage. Mainz: Ventil Verlag, 230ff.*


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